Stefan Wiesner – Der Hexer vom Entlebuch



Mitten in der wilden Natur der UNESCO-Biosphäre Entlebuch, fernab vom Trubel der Städte, steht ein Ort, an dem Kulinarik zum Erlebnis wird. Auf über 1’000 Metern Höhe, empfängt der Schweizer Spitzenkoch Stefan Wiesner seine Gäste – nicht nur zum Essen, sondern zu einer Erfahrung, die alle Sinne berührt: das Wiesner Mysterion in Bramboden.



⭐ Michelin-Stern & Gault-Millau-Ehre
Stefan Wiesner zählt seit Jahrzehnten zur Spitze der Schweizer Haute Cuisine. Sein Restaurant Wiesner Mysterion ist aktuell mit einem Michelin-Stern sowie einem Grüner Michelin-Stern für nachhaltige Küche ausgezeichnet und hält 17 Punkte im Gault-Millau – ein Zeichen beständiger Exzellenz.



Hier geht es nicht einfach um Essen, sondern um das Erleben der Elemente. Wiesner arbeitet ausschließlich mit Feuer, Glut und Rauch. Keine Induktionsherde, keine modernen Maschinen – gekocht wird über offenem Feuer.
🍽️ Das Menü: Feuer, Glut und Geschichten
Ein Menü im Wiesner Mysterion ist mehr als eine Abfolge von Gängen – es ist eine Erzählung. Jeder Teller steht unter einem Thema, jeder Gang erzählt eine kleine Geschichte.
Menü: Reto Bärtschi
Zu Beginn dieses Jahres begegneten sich im Wiesner Mysterion zwei Menschen, die sich auf Anhieb verstanden – Stefan Wiesner, Alchimist der Küche, und Reto Bärtschi, Künstler zwischen Erde und Himmel.
Was mit einem zufälligen Besuch begann, wurde bald zu einer Begegnung voller Tiefe, Neugier und gegenseitiger Inspiration. In dieser Zeit entstand ein Menü – ein Werk aus Erinnerungen, Landschaft und Gefühl.
Speck vom regionalen Säuli
Arven-Salz, Salami-Schimmel, 4 Wochen gepökelt, 4 Wochen luftgetrocknet

Roggenbrot mit Sauerteig
Anis, Eisenerzsalz, Rostwasser

Leberparfait vom Säuli
Ferkelfutter geröstet, Hexamat

Karpfen von Willisau
Letche de Tigre, Moos gebacken, Schuppen frittiert
Torfsteine von Hilfern, 3000 Jahre alte Mooreiche mit Salz
Moorkiefernadeln gebacken



Wurst von Burenziege
Hilfernkräutern



Sellerie
in Schweinefett konfiert, in Schweineblase gebacken, Selleriesprossen
Sellerie-Chimichurri, Selleriesamen


Bergsturz von Blatten
Alpkäse 6 Monate karamellisiert, Alpkäse 1-2 jährig
Lauch Süss-Sauer, Zwiebeln karamellisiert, Kartoffelchips
Gletschersteine, Käsefett



Reh
Kebab, Carpaccio, Lärchennadeln, Flechten
Steinpilze, Heidelbeeren, Brombeerblätter Pulver, Jus
Rosa Ei
Eigelb, Meringage, Baiser, Rosa Fizzy, Mayonnaise
Rosenblätter, Rosenessenz

zum Mond und zurück
Apfelmousse, Apfeltrestenherz, Apfelsamen geröstet
Apfel fermentiert, Holzapfel gepickelt, Silber


ReDö
Kohleneis, Haselnussblätter Öl, Haselnüsse geröstet
Chapeaunait Crumble, schwarze Gianduia Creme
Kirschblüten-Salz

Kuhfladen
Ganache von Amy geräucht
Heu, Schoggi-Nibs

Sogar Elemente wie Asche, Rinde, Schnee oder Holz finden ihren Weg in Wiesners Gerichte. Alles stammt aus der Umgebung, vieles wird selbst gesammelt oder hergestellt – von Wildkräutern bis hin zu Messergriffen aus heimischem Holz.
🔥 Philosophie: Essen als Ritual
Stefan Wiesner betrachtet Kochen als künstlerischen Akt. Sein Ziel ist es, Natur nicht nur zu präsentieren, sondern spürbar zu machen. Naturküche, deftig, erdig, provozierend.
Er verbindet traditionelle Handwerkskunst mit spiritueller Tiefe: Das Feuer wird zum Werkzeug der Transformation, der Wald zur Speisekammer, das Menü zur Reise durch die Elemente.



Im Mysterion verschmelzen Wissenschaft, Spiritualität und Geschmack – auf eine Weise, die es nirgendwo sonst gibt.
🌌 Fazit
Das Wiesner Mysterion ist kein Restaurant im klassischen Sinn – es ist eine Bühne, ein Atelier, ein Ort der Einkehr und Inspiration, alternativ, alchemistisch und eher nichts für Vegetarier
Stefan Wiesner schafft hier eine neue Form der Kulinarik, in der Feuer, Erde und Luft den Ton angeben – roh, ursprünglich, echt.

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